Blicke, Falten und Narben

Der englische Fotograf und Autodidakt Lee Jeffries aus Manchester hat eine Fotoserie über obdachlose Menschen erstellt. Dafür ist er durch Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika gereist, immer auf der Suche nach dem perfekten Bild – oder dem perfekten Gesicht.

Dabei sind seine Porträts in Schwarz-Weiß aufgenommen, weisen einen starken Helligkeitskontrast auf, der die intensiven Blicke, zahlreichen Falten und Narben betont. Die Gesichter und Blicke erzählen Bände von emotionalen Geschichten, vom harten Leben auf der Straße, von Kraft und Mut den es braucht, solch ein Leben am Rande der Gesellschaft durchzustehen.

Dafür, dass Jeffries manchmal nur Sekunden hatte ein Porträt zu fotografieren – die “Models” konnten schließlich gelangweilt werden oder ihre Meinung ändern – sind Fotos von überragender Stärke und Tiefgründigkeit entstanden.

Normalerweise versucht Jeffries die Models näher kennenzulernen, bevor er sie darum bittet, Fotos machen zu dürfen. Der hohe Helligkeitskontrast wird von Jeffries nachträglich verstärkt, so dass seine Fotos die entsprechende Wirkung besser entfalten können.

Zu den Fotos auf der Webseite des Fotografen

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