5. November 2014
von Arvid Galka
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Blicke, Falten und Narben

Der englische Fotograf und Autodidakt Lee Jeffries aus Manchester hat eine Fotoserie über obdachlose Menschen erstellt. Dafür ist er durch Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika gereist, immer auf der Suche nach dem perfekten Bild – oder dem perfekten Gesicht.

Dabei sind seine Porträts in Schwarz-Weiß aufgenommen, weisen einen starken Helligkeitskontrast auf, der die intensiven Blicke, zahlreichen Falten und Narben betont. Die Gesichter und Blicke erzählen Bände von emotionalen Geschichten, vom harten Leben auf der Straße, von Kraft und Mut den es braucht, solch ein Leben am Rande der Gesellschaft durchzustehen.

Dafür, dass Jeffries manchmal nur Sekunden hatte ein Porträt zu fotografieren – die “Models” konnten schließlich gelangweilt werden oder ihre Meinung ändern – sind Fotos von überragender Stärke und Tiefgründigkeit entstanden.

Normalerweise versucht Jeffries die Models näher kennenzulernen, bevor er sie darum bittet, Fotos machen zu dürfen. Der hohe Helligkeitskontrast wird von Jeffries nachträglich verstärkt, so dass seine Fotos die entsprechende Wirkung besser entfalten können.

Zu den Fotos auf der Webseite des Fotografen

20. August 2014
von Danny Micheel
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Wie funktioniert Evolution?

Wenn man nicht gerade der Verfechter religiöser oder alternativer Evolutionstheorien ist, hat sich wahrscheinlich schon jeder Mensch einmal gefragt, wie funktioniert eigentlich Evolution nach Darwins Theorie?

Ein sehr schön aufbereiteter Informationsfilm – in dem Wissen und Design aufeinander treffen – liefert eine anschauliche Antwort. Der einzige Wermutstropfen liegt hierbei in der Auflösung des Films, die nicht in allen Details dem HD-Standart entspricht.
Zum Film: Wie funktioniert Evolition?

Von den gleichen Machern ist auch ein weiterer Informationsfilm über das Sonnensystem:
Das Sonnensystem – Unser Zuhause im Weltall

1. Juli 2014
von Danny Micheel
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Brillen mit Bleistift

Was hat eine Brille mit einer Axt zu tun? Oder mit ungeschliffenen Edelsteinen? Oder mit einem Kaffee? Diese Gegenstände und andere kombiniert der Illustrator Philipp Zurmöhle handgezeichnet für die Anzeigen von Herr Menig Optik. Die daraus entstehenden Geschichten sind nicht immer leicht zu enträtseln, aber dafür für das Auge sehr schön anzusehen.

Nur noch selten kommen handgezeichnetete Elemente und Grafiken in der Werbung zum Einsatz – was eigentlich sehr schade ist. Gerade althergebrachte Zeichenwerkzeuge (wie der gute Bleistift) in Verbindung mit neuen (wie Photoshop) können eine sehr interessante Kombination sein.

Jedenfalls verbindet der Illustrator sehr gekonnt Retro-Chique mit moderner Einfachheit.

Eine Übersicht der Anzeigen gibt es hier zu sehen: Design Made in Germany – Herr Menig Optik Illustrationen

3. Juni 2014
von Kevin Meinke
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Kinetische Typographie: die fliegenden Wörter

Buchstaben müssen starr sein, richtig? Falsch! In den letzten Jahren hat sich ein Trend entwickelt bei dem Buchstaben zum „tanzen” gebracht werden.

Dies nennt sich Kinetic Typographie. Hier werden Videos erstellt, bei denen der Inhalt hauptsächlich aus Buchstaben besteht, welche mit Farben oder anderen grafischen Elementen aufgepeppt werden.

Manch einer geht noch einen Schritt weiter als die bloße Bewegung der Buchstaben. Hier werden Tonspuren von Filmen oder Songs abgespielt und auf die Millisekunde genau wird das gesprochene Wort textlich wieder gegeben.

Zur Zeit sind die meisten dieser Videos von Privatleuten gemacht. Aber der Trend zeigt, das auch immer mehr Musiker sich diesen Trend zunutze machen und für ihre neueste Single ein Kinetic Typographie Video machen lassen.

Viele dieser Videos lassen die Herzen der Schriftenliebhaber höher schlagen. Denn sie zeigen, dass Buchstaben nicht einfach nur starr und langweilig sein müssen, sondern auch Spaß machen.

12. März 2014
von Erik Zmudzinski
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Build with Chrome

Der größte Reifenhersteller sitzt in Dänemark und jeder kennt ihn. Es ist der Spielwaren-Hersteller LEGO, mit 300 Millionen Rädern im Jahr, natürlich im Mini-Format. Nicht nur das ist verblüffend an der 80-jährigen Erfolgsgeschichte der bunten Steine aus Dänemark.

In den Letzen Jahren ist der Spielwaren-Hersteller auch in den Bereich der Videospieleindustrie eingestiegen. Mit Zahlreichen Titeln wie, LEGO Star Wars, LEGO Der Herr der Ringe, LEGO MARVEL Super Heroes und als neuester Teil LEGO Der Hobbit, ist die Liste der neuen Wege, die LEGO einschlägt, lang.

Vor einiger Zeit wurde ein Projekt mit Build with Chrome geschaffen, indem Google eine Kooperation mit der LEGO-Gruppe einging. Als ursprüngliches Experiment einer australischen Programmierergruppe, das nur von Australien und Neuseeland aus erreichbar sein sollte, wurden nun die virtuellen Bauklötze weltweit zugänglich gemacht. Grund dafür dürfte der anfang Februar erscheinende Film “The Lego Movie” sein, ein 3D-Film, der im Stop-Motion-Verfahren ausschließlich mit LEGO-Bausteinen und -Figuren “gedreht” wurde.

Das Projekt ist unter www.buildwithchrome.com erreichbar.

Gleichzeitig ist Build with Chrome eine Demonstration der technischen Möglichkeiten moderner Webbrowser und der Grafiktechnologie von WebGL. Ausprobieren lässt sich der virtuelle Baukasten im Chrome und Firefox, im Internet Explorer dagegen nicht.

Wir wünschen viel Spaß beim Bauen!

6. Februar 2014
von Arvid Galka
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Distance to Mars

Der Interaction-Designer David Paliwoda aus London hat mit einem seiner Projekte unser Interesse geweckt.

Paliwoda hat die Entfernung von der Erde zum Mars auf die Einheit Pixel heruntergerechnet, was ihm ermöglichte, die Entfernung greifbarer darzustellen. Der Rote Planet ist zwischen 56 und 401 Millionen km von unserem Blauen Planeten entfernt. Die “Lange” reise wird mit interessanten Fakten aufgefrischt, etwa, dass die Reisedauer zum Mars nach aktuellen technischen Stand mindestens 150 Tage dauern würde.

Die Webseite ist einfach und schlicht, grafisch jedoch durchaus ansprechend und nett anzuschauen. Eindrucksvoll einfach wird die große Entfernung der beiden Planeten visualisiert.

Zur Webseite: www.distancetomars.com

3. Januar 2014
von Arvid Galka
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Happiness Islands

Coca-Cola, der größte Softdrinkhersteller weltweit, hat seine Ursprünge im Jahr 1888. Zu dieser Zeit wurde das ursprüngliche Getränk von John Stith Pemberton erfunden. 1892 wurde dann The Coca-Cola Company gegründet. In Deutschland wurde Coca-Cola zuerst 1929 in der „Essener Vertriebsgesellschaft für Naturgetränke“ abgefüllt.

Als weltweit bekannte Marke ist die richtige Vermarktung natürlich obligatorisch. So wurden für Werbung und Marketing 2011 etwa 4,2 Milliarden Euro ausgegeben, dem ein Gewinn von 8,6 Milliarden Euro gegenübersteht.

Eine dieser Werbekampagnen ist die Webseite Happiness Islands.

Jede der kleinen Inseln stellt einen Link zu einer weiteren Webseite dar, auf denen es viel zu entdecken und spielen gibt. So gibt es eine Webseite, auf der man sich als DJ versuchen kann. Oder aber man lässt Seifenblasen in den Himmel hinaufsteigen. Drei exemplarische Webseiten haben wir hier als Galerie eingefügt.




Der illustrative, farbenfrohe und leicht kindlich anmutende Gestaltungsstil erweckt ein Gefühl von Unbeschwertheit – ganz im Sinne des aktuellen Slogans “Mach dir Freude auf”. Ein Reingucken lohnt sich auf alle Fälle.

Zur Webseite: http://www.happinessislands.com/

14. Oktober 2013
von Kevin Meinke
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Wissenschaftliche Typografie oder typografische Wissenschaft?

Um den Tag der Wissenschaft in Indien zu feiern, hat Kapil Bhagat aus Mumbai eine Serie von minimalistischen typografischen Plakaten erstellt. Auf jedem der Plakate ist der Name eines bekannten Wissenschaftlers zu lesen. Darüber hinaus, ist seine jeweilige Theorie oder eine Leistung hervorgehoben.

Als Beispiel wäre hier Newtons heruntergefallenes „O” zu nennen, welches an die von ihm geschriebenen Gravitationsgesetze erinnert.

Diese Art von Plakaten, werden auch Typogramme genannt. Diese bestehen zum größten Teil aus typografischen Elementen bzw. Schrift. Die Bilder werden auf das Wesentliche reduziert, so dass der Betrachter beim ansehen nur an das Wort denkt und an nichts anderes.

Website: bhagatkapil.tumblr.com | Plakate sind bei Society6 zu erwerben.

26. August 2013
von Arvid Galka
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World of Websites: Dataveyes

Dataveyes.com

Dataveyes ist ein vierköpfiges Design-Team, welches sich zur Aufgabe gemacht haben, interaktive Informationsgrafiken (kurz: Infografik) zu planen, gestalten und umzusetzen. Infografiken haben den Anspruch, Gesamtzusammenhänge einfach und übersichtlich zu visualisieren, wodurch das bessere Verständnis von komplexen Zusammenhängen gewährleistet werden soll.

Die Internetpräsenz des Firmen-Start-Ups folgt den Anspüchen einer Infografik und setzt diese konsequent und überzeugend um. Durch den fast fensterfüllenden Inhaltsbereich bekommen die Inhalte genug Weißraum, um sinnvoll zur Geltung kommen zu können. Die Navigationspunkte am linken Browserrand – durch gut unterscheidbare sowie klare Farben unterteilt – sind von eins bis sieben durchnummeriert. Jeder dieser Punkte hält nähere Informationen zu dataveyes bereit. Die Nutzerführung profitiert von der sehr schnell zu findenden Navigation sowie der Nummerierung derselben. Die Bedienung der Webseite ist intuitiv und macht spaß.

Zur Webseite: www.dataveyes.com

11. Juli 2013
von Arvid Galka
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World of Websites: Cyclemon

Die beiden französischen Illustratoren sowie Web- und Motiondesigner Thomas Pomarelle und Romain Bourdieux haben anlässlich der diesjährigen 100. Austragung der Tour de France eine Webseite geschaffen, die optisch und inhaltlich überzeugt.

Die Tour de France begann am 29. Juni 2013 in Porto-Vecchio und wird am 21. Juli 2013 nach 21 Etappen traditionsgemäß auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris enden. Die bei dieser Tour zurückgelegte Gesamtstrecke wird 3.360 Kilometer betragen.

Die Webseite gibt sich inhaltlich einem Experiment hin. Die beiden Illustratoren haben grafisch hochwertige Illustrationen von verschiedensten Fahrradtypen erstellt und diesen dann Personengruppen zugewiesen, die entsprechende Fahrräder wohl häufiger benutzen. Diese Zuordnung darf auch ruhig mit einem Augenzwinkern betrachtet werden, obwohl einige Zuordnungen durchaus stimmig erscheinen.

Die Grafiken sind hochwertig, klar und aufs wesentliche reduziert. Die dezenten Hintergrundillustrationen unterstützen die Zuordnungen. Die verschiedenen Fahrräder sind durch großzügige Farbflächen voneinander getrennt und durch die einfache Scrollnavigation wird die Übersichtlichkeit verstärkt. Fahrrad-Liebhaber können die Illustrationen auch als gedrucktes Exemplar bestellen. Diese Webseite ist einen Blick wert. Interessant ist es allemale herauszufinden, ich welche Gruppe man selbst einsortiert wurde.

Zur Webseite: www.cyclemon.com