24. Februar 2012
von Danny Micheel
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Neonfarben dienen schon lange als Signal- und Warnfarben, und werden bevorzugt in Bereichen mit hohem Gefahrenpotential und für Schutzkleidung verwendet. Auch von PostIts und Textmarkern her kennt man diese künstlichen Farben. Seit den 80er Jahren werden Neonfarben auch gern mal in der Modeindustrie verwendet und erleben in den letzten Jahren sogar wieder ein Revival.
Da ist es klar, dass auch die Werbung ihre Finger nicht davon lassen kann. Leider werden die Farben meist in einer Masse und Zusammensetzung verwendet, die extrem augenfeindlich ist … zumindest, wenn man – wie ich – zu den Leuten gehört, denen diese Farben Augenschmerzen bereiten.
Aber ehrlich, wer kennt sie nicht, die großen Plakate der kleineren Elektronikläden? Große, fette Buchstaben in neongrüner Farbe mit neongelben Schatten auf weißem Grund und dazu noch Text in neonrot. Allerdings gibt es auch wirklich gute Gestaltungen mit Neonfarben, nur erfordert dies viel Fingerspitzengefühl. Die Zauberformel heißt hier, wie so oft, weniger ist mehr. Zum Beispiel ein schwarzes Plakat mit weißem Text und dazu grafische Elemente in besagten Neonfarben. Gestalterisch reduzierte Mappen mit schwarz-weißen Elementen, dazu ein einzelner breiter Neonstreifen. Oder auch schwarze Visitenkarten mit Neon Spirographen, wie aus der Hand von Jovanna Mendes de Souza:

Es bewahrheitet sich also auch hier mal wieder: Man kann alles machen, aber sollte es nicht immer tun – oder zumindest wissen, wie man es richtig macht.